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Flughafenfeuerwehr – Aufgaben, Ausbildung & Besonderheiten

Die Flughafenfeuerwehr ist für den Schutz von Passagieren, Crew und Flugzeugen verantwortlich. Sie muss blitzschnell auf Notfälle reagieren und spezielle Brände bekämpfen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Aufgaben die Flughafenfeuerwehr hat, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie die Ausbildung abläuft.
26. Juni 2026

Flughafenfeuerwehr – Spezialisten für Notfälle am Airport

Die Flughafenfeuerwehr gehört zu den am besten ausgebildeten und ausgerüsteten Feuerwehren in Deutschland. Sie ist rund um die Uhr einsatzbereit und übernimmt eine zentrale Rolle bei der Sicherheit im Luftverkehr. Ob Triebwerksbrand, Notlandung oder Gefahrgutunfall – die Feuerwehr am Flughafen muss in kürzester Zeit reagieren und ist auf außergewöhnliche Szenarien spezialisiert. Anders als die kommunalen Feuerwehren operiert sie auf einem hochsensiblen Gelände mit besonderen Vorschriften und international geltenden Standards. In diesem Beitrag erfährst du, was die Flughafenfeuerwehr ausmacht, wie ihre Einsätze ablaufen und bei welchen Arbeitgebern du diese spannende Tätigkeit ausüben kannst.

Was ist eine Flughafenfeuerwehr?

Die Flughafenfeuerwehr ist eine betriebseigene Feuerwehr, die direkt dem Flughafenbetreiber unterstellt ist. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Flugbetrieb abzusichern und im Notfall innerhalb kürzester Zeit Hilfe zu leisten. Anders als kommunale Feuerwehren ist die Flughafenfeuerwehr auf luftfahrtspezifische Gefahrenlagen spezialisiert – etwa Flugzeugbrände, Notlandungen, Evakuierungen oder Unfälle mit Gefahrstoffen.

Internationale Vorgaben – wie die ICAO-Richtlinien (International Civil Aviation Organization) – geben genaue Standards vor, z. B. für Ausrückzeiten, Personalstärke, Fahrzeugausstattung und Löschmittel. In der Regel muss die Flughafenfeuerwehr innerhalb von maximal 3 Minuten an jedem Punkt der Start- und Landebahn einsatzbereit sein. Diese extrem kurze Reaktionszeit erfordert ständige Einsatzbereitschaft und ein hohes Maß an Professionalität.

Die Flughafenfeuerwehr zählt damit zu den taktisch und technisch anspruchsvollsten Organisationen im Bereich des abwehrenden Brandschutzes – mit einem klaren Fokus auf Schnelligkeit, Präzision und luftfahrtspezifische Sicherheit.

Aufgaben und Einsatzbereiche der Flughafenfeuerwehr

Die Aufgaben der Flughafenfeuerwehr gehen weit über klassische Brandbekämpfung hinaus. Sie vereint Elemente der Werkfeuerwehr, Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes – zugeschnitten auf die besonderen Anforderungen des Luftverkehrs.

Zu den zentralen Aufgaben einer Flughafenfeuerwehr zählen:
Einsatzbereiche:

Die Einsatzorte der Flughafenfeuerwehr erstrecken sich über das gesamte Flughafengelände – einschließlich Vorfeld, Start- und Landebahnen, Passagierterminals, Wartungsbereiche, Tankfelder und Zufahrtsstraßen. Auch in umliegenden Bereichen kommt sie im Rahmen der Amtshilfe zum Einsatz, z. B. bei Großschadenslagen oder Naturkatastrophen.

Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr

Die Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr orientiert sich grundsätzlich an den Vorgaben für Berufsfeuerwehren, wird aber um spezielle Inhalte aus dem Luftfahrtbereich ergänzt. Wer bei einer Flughafenfeuerwehr arbeiten möchte, muss zunächst die Feuerwehrausbildung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst absolvieren – meist in Form der Ausbildung zum Brandmeister bzw. zur Brandmeisterin.

Ausbildungsinhalte:

Neben den allgemeinen feuerwehrtechnischen Grundlagen umfasst die Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr folgende spezifische Inhalte:

Dauer und Ablauf:

Nach der Grundausbildung erfolgt die ständige Fortbildung, da die Flughafenfeuerwehr strengen internationalen Vorgaben (z. B. ICAO, EASA) unterliegt und regelmäßig zertifiziert wird.

Flughäfen mit eigener Flughafenfeuerwehr

In Deutschland ist an jedem größeren Verkehrsflughafen eine eigene Flughafenfeuerwehr gesetzlich vorgeschrieben. Sie stellt den Brandschutz, die technische Hilfeleistung und die schnelle Notfallversorgung für Flugzeuge, Passagiere und Flughafenpersonal sicher – rund um die Uhr und unabhängig vom Flugbetrieb.

Beispiele für Flughäfen mit eigener Feuerwehr:

Internationale Beispiele

Kleinere Flughäfen

Auch kleinere Regionalflughäfen wie z. B. Leipzig/Halle, Stuttgart oder Nürnberg betreiben eigene Feuerwehreinheiten – teils als kombinierte Flughafen- und Werkfeuerwehren.

Unterschiede zwischen Flughafenfeuerwehr und Berufsfeuerwehr

Die Flughafenfeuerwehr und die Berufsfeuerwehr verfolgen ähnliche Ziele – retten, löschen, bergen, schützen – unterscheiden sich jedoch in mehreren wesentlichen Punkten hinsichtlich Aufgaben, Struktur und Ausstattung:

Spezialisierung auf Flugunfälle und Luftfahrtbrände

Während die Berufsfeuerwehr ein breites Einsatzspektrum im städtischen Umfeld abdeckt (z. B. Wohnungsbrände, Verkehrsunfälle, Gefahrgut), ist die Flughafenfeuerwehr auf Vorfälle rund um den Flugbetrieb spezialisiert. Dazu zählen insbesondere:

Ausrückzeiten und permanente Einsatzbereitschaft

Die Flughafenfeuerwehr muss nach internationalen Vorschriften (ICAO, EASA) garantieren, dass sie innerhalb von 3 Minuten jeden Punkt der Start- und Landebahnen erreicht. Diese extrem kurzen Ausrückzeiten führen zu:

Fahrzeuge und Ausrüstung

Die Flughafenfeuerwehr nutzt hochspezialisierte Löschfahrzeuge wie sogenannte Flughafenlöschfahrzeuge (FLF), die besonders leistungsstark, geländegängig und mit speziellen Schaum-/Pulverlöschsystemen ausgestattet sind. Im Vergleich dazu nutzt die Berufsfeuerwehr konventionellere Lösch- und Rüstfahrzeuge für Einsätze im urbanen Raum.

Zuständigkeit und Trägerschaft

Die Berufsfeuerwehr ist kommunal organisiert und gehört zur jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Die Flughafenfeuerwehr hingegen wird meist vom jeweiligen Flughafenbetreiber (z. B. Fraport, Flughafen München GmbH) getragen und ist rechtlich gesehen eine Werkfeuerwehr mit Sonderaufgaben.

Ausbildung und Einsatzpraxis

Beide Feuerwehren setzen auf die gleiche feuerwehrtechnische Grundausbildung. Die Flughafenfeuerwehr ergänzt diese jedoch um Schulungen zu luftfahrtspezifischen Themen – z. B. Evakuierungsverfahren, Löschsysteme in Flugzeugen oder Umgang mit Flugzeugmaterialien.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Flughafenfeuerwehr

Die Flughafenfeuerwehr ist spezialisiert auf Brände, Notfälle und technische Hilfeleistungen im Bereich des Luftverkehrs. Ihre Hauptaufgabe ist es, bei Flugunfällen schnell einzugreifen, Passagiere zu retten und Brände mit Spezialfahrzeugen zu bekämpfen.

Die Grundvoraussetzungen für die Flughafenfeuerwehr sind den Voraussetzungen der Berufsfeuerwehr ähnlich: Du brauchst mindestens einen Hauptschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung, körperliche Fitness und einen bestandenen Einstellungstest. Oft wird zusätzlich das Rettungsschwimmabzeichen und ein Führerschein Klasse C/CE verlangt.

Die Ausbildung umfasst die klassische feuerwehrtechnische Grundausbildung sowie zusätzliche Lehrgänge, die sich auf die Besonderheiten des Flugbetriebs konzentrieren – z. B. Flugzeugbrandbekämpfung, Evakuierung oder Umgang mit Luftfahrttreibstoffen.

Organisatorisch gehört die Flughafenfeuerwehr zur Werkfeuerwehr und wird in der Regel auch als solche geführt. Die Flughafenfeuerwehr ist allerdings nach internationalen Luftfahrtvorschriften (ICAO, EASA) strukturiert und unterliegt strengeren Anforderungen in Bezug auf Ausrückzeiten, Fahrzeuge und Personalstärke.

Große internationale Flughäfen wie Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin verfügen über eigene Feuerwehrwachen direkt auf dem Flughafengelände – oft sogar mit mehreren Standorten entlang der Start- und Landebahnen.

Neben echten Notfällen wie Triebwerksbränden oder Notlandungen ist die Flughafenfeuerwehr häufig bei sogenannten „Standby-Einsätzen“ aktiv – etwa wenn ein Flugzeug mit technischer Störung landet oder Treibstoff abgelassen wurde. Hinzu kommen regelmäßig Übungen und Brandsicherheitswachen.

Beitragsbild: Ardan Fuessmann/stock.adobe.com

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Der Autor: Mark Drebinger

Mark Drebinger beschäftigt sich seit fast 15 Jahren intensiv mit Einstellungstests, Auswahlverfahren und Karrieremöglichkeiten im öffentlichen Dienst. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf den Bewerbungs- und Auswahlprozessen bei Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr und Justiz. Im Rahmen seiner Arbeit analysiert er regelmäßig Auswahlverfahren, computergestützte Einstellungstests, Assessment-Center-Formate, Sporttests sowie strukturierte Interviews und psychologische Eignungsdiagnostik. Auf mehreren spezialisierten Fachportalen veröffentlicht er Inhalte rund um Bewerbung, Einstellungstest und Karriere im Staatsdienst. Ziel seiner Arbeit ist es, Bewerberinnen und Bewerbern einen realistischen Einblick in Auswahlverfahren zu geben und sie gezielt auf die Anforderungen im öffentlichen Dienst vorzubereiten.

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Der Autor: Mark Drebinger

Mark Drebinger beschäftigt sich seit fast 15 Jahren intensiv mit Einstellungstests, Auswahlverfahren und Karrieremöglichkeiten im öffentlichen Dienst. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf den Bewerbungs- und Auswahlprozessen bei Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr und Justiz. Im Rahmen seiner Arbeit analysiert er regelmäßig Auswahlverfahren, computergestützte Einstellungstests, Assessment-Center-Formate, Sporttests sowie strukturierte Interviews und psychologische Eignungsdiagnostik. Auf mehreren spezialisierten Fachportalen veröffentlicht er Inhalte rund um Bewerbung, Einstellungstest und Karriere im Staatsdienst. Ziel seiner Arbeit ist es, Bewerberinnen und Bewerbern einen realistischen Einblick in Auswahlverfahren zu geben und sie gezielt auf die Anforderungen im öffentlichen Dienst vorzubereiten.

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