Der Rettungsdienst als Teil der Feuerwehr

Sowohl Feuerwehrmänner und -frauen, als auch das Fachpersonal im Rettungsdienst beschützen ständig in ihrem Job das Leben anderer. Für viele ist diese Tätigkeit eine Herzensangelegenheit, für die sie einen stressigen Berufsalltag gerne in Kauf nehmen. In einigen Fällen bietet es sich sogar an, als Feuerwehrangehöriger und zugleich auch als Rettungsassistent, Notfallsanitäter oder Rettungssanitäter tätig zu sein. Die nötigen Ausbildungswege hierfür gibt es bereits.

Wenn es auch dein Traum ist, das Leben von Menschen in Not zu retten, bei Bränden sowie Verkehrsunfällen und als Teil des Sanitäterteams, dann ist der folgende Beitrag genau das Richtige für dich.

Zusammenarbeit zwischen Rettungsteams und der Berufsfeuerwehr

Im Jahr 2016 führte die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst – kurz AG FReDi – eine Umfrage durch, die sich damit befasste, wie viele Feuerwehren in welchem Umfang Rettungsfachpersonal ausbilden. Von 185 angeschriebenen Feuerwehren erklärten sich 170 von ihnen bereit, an der Umfrage teilzunehmen. Unter ihnen: 64 freiwillige Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften aus Nordrhein-Westfalen und 106 Berufsfeuerwehren.

Insgesamt 166 der teilnehmenden Wehren gaben hier an, ihr Personal in Teilen oder gar vollständig zum Rettungssanitäter auszubilden. Ein Drittel davon, also rund 55 betreiben zu genau diesem Zweck eigene Schulen. Alle anderen kooperieren hinsichtlich der Ausbildung ihrer Feuerwehrleute mit anderen Wehren und greifen teilweise auch auf externe Ausbildungsinstitute zurück.

Die höchste nichtärztliche Qualifizierung: der Notfallsanitäter

Ebenfalls aus dieser Umfrage ging hervor, dass 118 der befragen Wehren ihr Personal zu Notfallsanitätern ausbilden. Diese erfolgt in vielen Fällen als Ergänzungsprüfung. Einige Feuerwehren setzen allerdings auch auf die Ausbildung in Vollzeit. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter lässt sich allerdings auch an staatlich anerkannten Berufsfachschulen durchführen – auf diesen Ausbildungsweg setzen 30 der befragen Feuerwehren. In acht Wehren hingegen sind zum damaligen Zeitpunkt bereits Planungen im Gang gewesen, eine Ausbildung zum Notfallsanitäter in naher Zukunft selbst anzubieten.

Junge Menschen, die gerade ihren Schulabschluss absolviert haben, stellen sich nun womöglich die Frage, ob eine Ausbildung bereits zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist oder ob sie davor eine Ausbildung zum Brandmeisterabsolvieren müssen. Auch diese Frage lässt sich anhand der von der AG FReDi durchgeführten Umfrage sehr leicht beantworten. Zum damaligen Zeitpunkt war es bei 60 der 118 Berufswehren möglich, die Ausbildung zum Notfallsanitäter direkt nach dem Schulabschluss zu absolvieren. Da 2016 insgesamt 20 Wehren angaben, eine solche Möglichkeit zu prüfen, sollten es heute allerdings weit mehr sein, die eine Ausbildung direkt nach dem Schulabschluss ermöglichen.

Diese umfasst 1.920 Stunden an einer vom Staat anerkannten Berufsfachschule, 1.960 Stunden an einer ebenfalls anerkannten Lehrrettungswache und 720 Stunden in verschiedenen Abteilungen eines Krankenhauses. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer staatlichen Abschlussprüfung mit insgesamt zehn Prüfungsteilen, deren Grundlage seit dem 1. Januar 2014 das Notfallsanitätergesetz ist.

Nachdem die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter an einer eigenen Feuerwehrschule oder an einer externen Ausbildungsstätte erfolgt ist, kann dann die Laufbahnausbildung für die Berufsfeuerwehr beginnen.

Ein wichtiger Bestandteil jedes Rettungsteams: der Rettungsassistent

Bis Ende 2013 war eine Ausbildung zum Rettungsassistenten die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Seit 2014 ist es jedoch so, dass Notfallsanitäter eine dreijährige Ausbildung absolvieren, während die der Rettungsassistenten lediglich zwei Jahre umfasst. Stattfindet jene Ausbildung in einer der 25 Schulen der Feuerwehren.

Auch, wenn Rettungsassistenten heute “nur” noch über die zweithöchste nichtärztliche Qualifikation im Bereich des Rettungsdienstes verfügen, werden sie noch immer benötigt und dringend gesucht. Der Grund dafür ist, dass in allen Bundesländern die Vorschrift gilt, dass ausschließlich jene Rettungskräfte mit einer Ausbildung zum Rettungsassistenten oder zum Notfallsanitäter befähigt sind, einen Rettungswagen oder ein Notarzteinsatzfahrzeug zu fahren. Von der Feuerwehr besetzt werden täglich etwa 190 Krankentransportwagen, 650 Rettungswagen und 250 Notarzteinsatzfahrzeuge, sodass hier fähige Rettungsassistenten benötigt werden, die die Transporte übernehmen.

Darüber hinaus ist es auch die Feuerwehr, die – anders als die meisten Krankenhäuser – über medizinische Spezialfahrzeuge verfügt. So etwa auch über Babynotarztwagen, Intensivfahrzeuge und Infektionstransporte, die dann ebenfalls von einem Rettungsassistenten oder einem Notfallsanitäter besetzt werden müssen.

Der schnellste und kürzeste Ausbildungsweg: der Rettungssanitäter

Oft wird fälschlicherweise behauptet, dass Rettungssanitäter diejenigen sind, die das höchstqualifizierte Personal im Rettungsdienst sind. Dem ist allerdings schon seit 1989 nicht mehr so, da der Beruf des Rettungssanitäters in Folge des Rettungsassistentengesetzes eigentlich nicht einmal mehr ein anerkannter Ausbildungsberuf ist – zumindest auf Bundesebene.

Die Länder hingegen regeln die Ausbildung zum Rettungssanitäter etwas anders und so gestaltet sich die Ausbildung immer nach den geltenden Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes. Bundesweit werden Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen derzeit an 36 Standorten der Feuerwehr ausgebildet. Ihre Ausbildung umfasst hier unabhängig vom Bundesland grundsätzlich mindestens 520 Stunden. Davon entfallen mindestens 160 Stunden auf den Rettungssanitäter-Grundlehrgang.

Inhalte dessen sind etwa das Basiswissen im Bereich der Anatomie und Physiologie des Menschen, die Rettungs- und Transporttechniken, rechtliche Grundlagen sowie die allgemeine und spezielle Notfallmedizin.

Weitere 160 Stunden werden darüber hinaus im Krankenhaus abgeleistet. Hier durchläuft der Auszubildende verschiedene Stationen wie die Notaufnahme, die Anästhesie und die Intensivstation. Anschließend findet dann ein Praktikum im Rettungsdienst einer anerkannten Lehrrettungswache statt, das erneut mindestens 160 Stunden umfasst. Auf den Rettungssanitäter-Abschlusslehrgang mit mündlicher, schriftlicher und praktischer Abschlussprüfung entfallen dann noch einmal mindestens 40 Stunden.

Nach der Ausbildung wird der Rettungssanitäter in der Notfallrettung häufig als Teampartner für den Rettungsassistenten oder den Notfallsanitäter eingesetzt und kann in Kombination mit der Führerscheinklasse C1 auch als Fahrer des Rettungswagens agieren. Im Krankentransport hingegen wird er in fast allen Bundesländern als höherqualifiziertes Besatzungsmitglied eingesetzt und erhält als Teampartner einen Rettungshelfer, mit dem er gemeinsam die Patienten betreut.

Direkt als Teil der deutschen Berufsfeuerwehr arbeiten derzeit etwa 9.000 Rettungssanitäter und -sanitäterinnen, wobei jährlich rund 900 weitere Rettungssanitäter an den Schulen der Feuerwehren ausgebildet werden.

Das Gehalt vom Rettungsfachpersonal

Die Ausbildung von Notfall- und Rettungssanitätern sowie von Rettungsassistenten durchlaufen sowohl Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr (FFW), als auch der Berufsfeuerwehr. Während die Sanitäter im Dienst der FFW meist mit keiner Besoldung rechnen können, erhalten jene der Berufsfeuerwehr natürlich ein entsprechendes Gehalt.

Die Besoldung des Notfallsanitäters

Bereits in der Ausbildung können sich Notfallsanitäter über ein vergleichsweise hohes Gehalt freuen. Dieses liegt je nach Ausbildungsjahr und Feuerwehr zwischen 800 und 1.130 Euro. Nach der Ausbildung verdoppelt sich die Besoldung des dritten Lehrjahres auf zwischen 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat.

Bei Berufseinsteigern, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt werden, ist die Gehaltsstufe natürlich noch genauer festgeschrieben. Das gilt etwa auch für Zuschläge für den Nachtdienst oder ähnliches. Als erfahrener Notfallsanitäter lässt sich aber noch mehr verdienen, als zu Beginn. So können hier durchaus bis zu 3.500 Euro brutto verdient werden.

Das Gehalt von Rettungsassistenten

Wer sich im ersten Jahr zur Ausbildung zum Rettungsassistenten befindet, der erhält kein Gehalt. Das liegt daran, dass es sich hier um eine schulische Ausbildung handelt. Im zweiten (letzten) Lehrjahr wird hingegen ein praktisches Anerkennungsjahr absolviert, das meist mit zwischen 50 und 1.320 Euro monatlich entlohnt wird. Bei einer abgeschlossenen Ausbildung steigt das Gehalt dann auf 2.022 Euro – zumindest, wenn der Assistent im öffentlichen Dienst angestellt ist.

Das liegt daran, dass der Rettungsassistent im Tarifvertrag des öffentlichen Rechts (TVöR) in die Entgeltgruppe 6 eingeordnet wird. Mit steigender Berufserfahrung (Dienstjahre + Fortbildungen) steigt auch die Besoldung auf bis zu 2.599 Euro brutto. Gehälter in privaten Einrichtungen orientieren sich meist auch an diesem Tarifvertrag, können jedoch auch etwas darunter oder darüber liegen.

Das verdienen Rettungssanitäter

Rettungssanitäter werden in ihrer Ausbildung in der Regel nicht bezahlt. Anschließend wird mit dem tariflich festgelegten Einstiegsgehalt von etwa 2.330 Euro brutto im Monat besoldet. Mit den Jahren und mit weiteren Fortbildungen steigt die Berufserfahrung und somit auch das Gehalt nach dem Tarifvertrag.

Da Rettungssanitäter in die Entgeltgruppe 4 (nach TVöD Bund) fallen, können sie bis zu 2.900 Euro monatlich verdienen. Da es jedoch keinen einheitlichen Tarifvertrag gibt, werden nicht alle Stellen danach bezahlt. Einrichtungen, die sich nicht daran orientieren, zahlen in der Regel allerdings etwas weniger, als jene die sich an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) halten.

Weitere Ergänzungsberufe im Rettungs- uns Sozialdienst

Neben den allseits bekannten und gängigen Rettungsberufen gibt es aber noch durchaus weitere interessante Jobperspektiven. Im Folgenden bekommst Du einige davon vorgestellt, die nicht auf jedem Berufsinformationsflyer zu finden sind.

Rettungsassistent mit leitender Funktion: der Organisatorischer Leiter im Rettungsdienst

Eine weitere Fortbildungsmöglichkeit an einigen Standorten der Feuerwehr ist die zum organisatorischen Leiter (Rettungsdienst). Hierbei handelt es sich um eine Führungskraft im Katastrophenschutz und bei Großschadenslagen, die sich um den Bereich des Rettungs- und Sanitätsdienst kümmern. Die Aufgaben des organisatorischen Leiters im Rettungsdienst umfassen die Einsatzleitung aller Sanitätskräfte in Anbetracht organisatorischer und taktischer Aspekte. Dabei arbeitet er mit anderen Mitgliedern der Sanitätseinsatzleitung zusammen.

Die Fortbildung zum organisatorischen Leiter (Rettungsdienst) steht dir offen, wenn du bereits eine Ausbildung zum Notfallsanitäter oder zum Rettungsassistenten verfügst und bereits Berufserfahrung sammeln konntest.

Rettungsassistent mit leitender Funktion: der Organisatorischer Leiter

Eine weitere Fortbildungsmöglichkeit an einigen Standorten der Berufsfeuerwehr ist die zum organisatorischen Leiter (Rettungsdienst). Hierbei handelt es sich um eine Führungskraft im Katastrophenschutz und bei Großschadenslagen, die sich um den Bereich des Rettungs- und Sanitätsdienst kümmern. Die Aufgaben des organisatorischen Leiters im Rettungsdienst umfassen die Einsatzleitung aller Sanitätskräfte in Anbetracht organisatorischer und taktischer Aspekte. Dabei arbeitet er mit anderen Mitgliedern der Sanitätseinsatzleitung zusammen.

Die Fortbildung zum organisatorischen Leiter (Rettungsdienst) steht dir offen, wenn du bereits eine Ausbildung zum Notfallsanitäter oder zum Rettungsassistenten verfügst und bereits Berufserfahrung sammeln konntest.

Eigenes Wissen weitergeben: der Lehrrettungsassistent

Im Grunde ist der Lehrrettungsassistent (RA / RettAss) nichts anderes, als ein Rettungsassistent. Der Unterschied ist jedoch, dass er einen Lehrauftrag hat. Das bedeutet, dass der Lehrrettungsassistent vor allem an Rettungsdienstschulen – unter anderem auch der der Feuerwehren – eingesetzt wird und dort als Dozent für angehendes Rettungsfachpersonal auftritt. Im Rettungsdienst selbst agiert er hingegen als Praxisanleiter. In beiden Bereichen erstellt er dann Lehrpläne und Ausbildungspläne, kontrolliert die Erfolge und stellt anschließend entsprechende Bescheinigungen aus.

Die Ausbildung zum Lehrrettungsassistenten wird nicht nur von allgemeinen staatlich anerkannten Schulen angeboten, sondern auch von speziellen Schulen der Feuerwehr. Hier durchläuft der Absolvent zunächst die Unterrichtseinheiten des Rettungsassistenten. Parallel dazu enthält die Ausbildung allerdings auch den Abschnitt Pädagogik / Androgogik mit insgesamt 72 Unterrichtseinheiten. Hier werden Lerntheorien, Lernpsychologie, Unterrichtsmethoden, Unterrichtsmedien und organisatorische Maßnahmen vermittelt. Weiterhin ist auch der Ausbildungsabschnitt soziales Management enthalten, das insgesamt 32 Unterrichtseinheiten umfasst. So auch die Grundlagen der Kommunikation, Verständnisgrundlagen von Gruppenprozessen sowie Fallsimulationen mit anschließender Nachbesprechung.

Die kürzeste Weiterbildung: der Rettungshelfer

Bis vor ein paar Jahren, als der Zivildienst als Alternative zur Wehrpflicht abgeleistet werden musste, wurden die Zivildienstleistenden vieler Bundesländer zum Rettungshelfer ausgebildet. Grund dafür war die relativ kurze Ausbildungsdauer von 320 Stunden. Diese umfassen auch heute noch eine theoretische Ausbildung mit 160 Stunden, ein 80-stündiges Praktikum in einer Rettungswache sowie ebenfalls 80 Stunden in Form eines Krankenhauspraktikums. Je nach Bundesland kann das allerdings variieren. So kann es etwa sein, dass auf das Praktikum im Krankenhaus verzichtet wird und dafür ein 160-stündiges Praktikum in einer Rettungswache absolviert wird.

Inzwischen werden vor allem FSJler (Freiwilliges soziales Jahr) und Bundesfreiwilligendienstleistende im Krankentransport und Rettungsdienst zum Rettungshelfer ausgebildet. Allerdings kann natürlich auch jeder andere eine Ausbildung zum Rettungshelfer absolvieren. Das besondere bei diesem Ausbildungsberuf ist, dass keine Abschlussprüfung absolviert werden muss – außer es besteht eine Sonderregelung.

Die Ausbildungsinhalte unterscheiden sich nur geringfügig von denen des Rettungssanitäters. So wird der Absolvent die Grundlagen der Anatomie und der Physiologie des Menschen sowie den Umgang und die Vorbereitung von medizinischem Gerät erlernen. Weiterhin wird er häufige Krankheitsbilder, aber auch gängige Notfälle im Rettungsdienst und im Krankentransport kennenlernen.

Sonderformen des Rettungshelfers in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen

In vier deutschen Bundesländern bestehen Sonderformen zum herkömmlichen Rettungshelfer. In Nordrhein-Westfalen etwa kann eine Ausbildung zum Rettungshelfer-NRW (RH-NRW) erfolgen. Der Unterschied zur herkömmlichen Eiterbildungen im restlichen Deutschland ist, dass der Absolvent eine Abschlussprüfung in Form einer praktischen Prüfung vor dem Gesundheitsamt und einer schriftlichen Prüfung ableisten muss.

Weiterhin wird auch Einsatzerfahrung im Rettungsdienst verlangt. Die Ausbildung selbst umfasst hier insgesamt 160 Stunden (80 Stunden Rettungswachenpraktikum und 80 Stunden theoretische Schulung). Weiterhin ist der Rettungshelfer NRW im Rettungsdienst lediglich dazu befugt, als Fahrer des Krankentransports mitzuwirken.

In Baden-Württemberg besteht die Ausbildung zum Rettungshelfer hingegen aus einem 80-stündigen Rettungswachenpraktikum und einem 160-stündigem theoretischem Lehrgang. Im Anschluss wird eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung durchgeführt. Wer bereits ein geprüfter Sanitätshelfer ist, darf die Ausbildungsdauer in Baden-Württemberg auf 120 Stunden reduzieren.

In Rheinland-Pfalz müssen Absolventen mit einer 80-stündigen Theorieschulung, einem 80-stündigen Klinikpraktikum sowie einem 100-stündigem Praktikum in der Rettungswache rechnen.

Auch in Hessen greift eine gesetzliche Sonderregelung bei der Ausbildung von Rettungshelfern. Diese umfasst 240 Stunden und ist in zwei Module aufgeteilt. Das erste Modul dauert 160 Stunden und beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen. Modul Nummer zwei hingegen ist ein 80-stündiges Klinikpraktikum. Der Einsatz des Rettungshelfers in Hessen erfolgt ausschließlich im Krankentransport als Fahrer. Wer auch in der Notfallrettung eingesetzt werden möchte, benötigt mindestens die Qualifikation zum Rettungssanitäter.

Krankheitserregern den Kampf ansagen: der Desinfektor

An einigen Standorten der Feuerwehr werden darüber hinaus Fort- und Weiterbildungen zum Desinfektor angeboten. Nach der Ausbildung ist eine Beschäftigung direkt bei der Feuerwehr, aber auch in Krankenhäusern, bei Schädlingsbekämpfungs- oder Reinigungsunternehmen sowie die selbstständige Arbeit möglich.

Die Aufgabe der Desinfektoren ist es, in Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen sowie auf Anordnung des Gesundheitsamtes Gegenstände zu desinfizieren und zu entwesen, die mit meldepflichtigen Krankheitserregern behaftet sind.

Die Weiterbildung zum Desinfektor lässt sich in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen und in Berlin absolvieren. Innerhalb von drei Wochen erlernt der Absolvent, wie er Erreger etwa von Hepatitis, HIV oder Gelbfieber wirksam mithilfe von Desinfektionsmittellösungen bekämpft. Darüber hinaus bekommt er beigebracht, wie er seine Umwelt, seine Angestellten, seine Kollegen und andere Umstehende vor den schädlichen Eigenschaften des Desinfektionsmittels schützen kann.

Für diese Weiterbildung wird eine vorangegangene Berufsausbildung im Gesundheitsbereich, wie etwa als Rettungsassistent, empfohlen. Zwingend erforderlich ist eine solche Ausbildung allerdings nicht.

Das verdienen organisatorische Leiter im Rettungsdienst

Organisatorische Leiter im Rettungsdienst verdienen normalerweise nicht viel mehr als Rettungsassistenten. In einigen Fällen wird jedoch eine geringe Zulage sowie Einsatz- und Bereitschaftszulagen gezahlt. Das unterscheidet sich allerdings nicht nur von Träger zu Träger, sondern ist auch in jedem Landkreis anders. Insofern kann es durchaus sein, dass du pro geleitetem Einsatz 50 Euro mehr verdienst oder aber im gesamten Monat lediglich 100 oder 200 Euro mehr verdienst, als deine Kollegen als Rettungsassistent oder Rettungssanitäter.

Der Verdienst des Lehrrettungsassistenten

Die Weiterbildung zum Lehrrettungsassistenten wird in der Regel nicht entlohnt. Anschließend kann sich der Absolvent jedoch auf ein vergleichsweise hohes Gehalt freuen. Dieses liegt in den meisten Fällen bei 57.805 Euro im Jahr – also bei etwa 4.800 Euro brutto monatlich. Dieser genaue Betrag ist im Tarifvertrag festgeschrieben, nach dem sich die meisten Arbeitgeber für Lehrrettungsassistenten orientieren, da es sich hier meist um staatliche Einrichtungen handelt.

Die Besoldung des Rettungshelfers

In der Ausbildung zum Rettungshelfer ist in der Regel mit keiner finanziellen Entlohnung zu rechnen. Das liegt unter anderem auch an der relativ kurzen Ausbildungszeit. Das Gehalt nach der Ausbildung ist hingegen sehr stark vom Arbeitgeber, vom Bundesland und vom Einsatzgebiet abhängig. In der Regel kann jedoch von einem monatlichen Bruttogehalt zwischen 1.400 und 1.800 Euro ausgegangen werden.

Das Gehalt des Desinfektors

Bei der Ausbildung zum Desinfektor handelt es sich eigentlich um eine Weiterbildung, die gerade einmal drei Wochen dauert. Da es sich hier um eine rein theoretische Weiterbildungsmaßnahme handelt, gibt es in der Regel auch keine finanzielle Entlohnung. Nach der Weiterbildung lässt sich als Desinfektor allerdings doch recht ordentlich verdienen – besonders, wenn eine Berufsausbildung im Bereich des Rettungsdienstes ebenfalls vorhanden ist. Je nach Einsatzbereich können hier pro Monat zwischen 2.000 und 3.000 Euro brutto verdient werden.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher keine Bewertungen)
Loading...